Aus der Stille heraus / An meine Freunde

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Wenn ihr nichts von mir
hört, dann heißt das nur, daß ich
still sein muß. Sonst nichts.
 
 
*
 
 
Die Stille ruft mich,
und ich muß mich besinnen
und zu mir kommen.
 
 
*
 
 
Wenn ihr nichts von mir
lest, dann heißt das nicht, daß ich
nicht an euch denke!
 
 
*
 
 
Der Lärm dieser Welt
verschluckt die leisen Worte
und die Gedanken!
 
 
*
 
 
Wenn ihr nichts von mir
lest, dann heißt das nicht, daß ihr
mir nicht wichtig wärt!
 
 
*
 
 
Ihr seid mir wichtig,
doch von Zeit zu Zeit muß ich
mich zurücknehmen.
 
 
*
 
 
Ich gehe unter
im Lärm dieser Welt. Nichts bleibt
mehr übrig. Kein Wort.
 
 
*
 
 
Die Stille der Nacht
umarmt und umfängt mich – sanft –
wie eine Wohltat.
 
 
*
 
 
Erst aus der Stille
entwickeln sich die Worte –
langsam, leise, sacht.
 
 
*
 
 
Die Notwendigkeit,
still zu sein, kennt wohl jeder,
der schreibt – allzugut!
 
 
*
 
 
Wenn ihr nichts von mir
lest, dann bin ich doch bei euch –
still – in Gedanken.
 
 
*
 
 
Nur aus der Stille
lassen sich Worte schöpfen,
die nicht verklingen.
 
 
*
 
 
Ein stiller Himmel
wölbt sich über uns allen –
wie eine Wohltat.
 
 
*
 
 
Und aus der Stille
heraus erreicht dich mein Wort –
hoffentlich – schon jetzt.
 
 
*
 
 
An dich denke ich,
mein Freund, und an dich, Freundin:
nun, da es still ist.
 
 
*
 
 
In meinem Herzen
ist es still – und deshalb seid
ihr alle bei mir.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

27.9.2016

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Das Glück ist ein Wort

 
 
Das Glück ist ein Wort,
das der Stille entspringt:
zart, sanft, sacht. Leuchtend.
 
 
*
 
 
Das Glück ist ein Wort,
ein Ton, eine Melodie.
Der Klang der Stille.
 
 
*
 
 
Das Glück ist ein Blatt,
leuchtend im Herbstwind, leicht, leis`,
gezeichnet vom Licht.
 
 
*
 
 
Das Glück ist ein Wort,
das alles bedeuten kann
– und alles umfängt.
 
 
*
 
 
Das Glück ist ein Wort,
ein unerwartetes Wort –
lange erwartet.
 
 
*
 
 
Das Glück ist viel mehr
als nur ein Wort – doch im Wort
liegt es verborgen.
 
 
*
 
 
Das Glück liegt im Wort
– geborgen, eingebettet –
und haltbar gemacht.
 
 
*
 
 
Das Glück ist dein Wort,
das die Welt zum Leuchten bringt!
Der Glanz des Wortes.
 
 
*
 
 
Wortlos kommt das Glück
daher – auf leisen Sohlen.
Spür` es – im Stillen.
 
 
*
 
 
Das Glück ist ein Wort,
war es und wird es bleiben.
Mein Glück liegt im Wort!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

24.9.2016

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Sehnsucht – nach dem See

 
 

Der See, er fehlt mir –
sein schimmerndes Geheimnis –
sein kostbarer Glanz!
 
 
*
 
 
Der See, er fehlt mir –
sein Grün und seine Bläue –
die kalte Tiefe –
 
 
*
 
 
Doch in diesem See
lebt auch ein Ungeheuer:
unergründlich, stumm.
 
 
*
 
 
Dort, in der Tiefe –
lauert es bereits – Bereit,
mich zu verschlingen!
 
 
*
 
 
Der See, er fehlt mir!
Er zog mich in die Tiefe –
und spuckte mich aus!
 
 
*
 
 
Grün, türkis und blau
schimmert das Wasser – so fern.
Unsichtbar: sein Glanz
 
 
*
 
 
Der See, er lockt mich
an – um mich auszuspeien!
Ich bleibe ihm fern!
 
 
*
 
 
See – wie du mir fehlst!
Und doch: ich dringe nicht vor
in deine Tiefen!
 
 
*
 
 
Zu fern, zu kalt, zu
unnahbar, zu gefährlich,
zu schön bist du: See!
 
 
*
 
 
See, in dir spiegelt
sich der Mond – wie die Sehnsucht –
nach Wasser, nach Mehr!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

20.9.2016

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Heilsame Stille / Keine Nachrichten / Im Nieselregen

 

Nur Nieselregen,
Kaffee im Morgennebel.
Keine Nachrichten.
 
 
*
 
 
Noch keine Nachricht.
Nur wundersame Stille –
erfrischend und rein.
 
 
*
 
 
Dunkelheit. Stille.
Die Welt, die außen vor bleibt.
Wärme im Kerzenlicht.
 
 
*
 
 
Statt einer E-Mail:
die Stille und das Gedicht.
Nur das Wort, das zählt.
 
 
*
 
 
Heilsame Stille.
Stille, du, mein Lieblingswort.
Der Nieselregen.
 
 
*
 
 
Aus weiter Ferne
murmelt der Regen mir zu:
Sammle dich. Fließe.
 
 
*
 
 
Behalte dein Wort
für dich. Sammle es. Sammle
dich. Dann erst: Schreibe!
 
 
*
 
 
Wirf nicht mit Worten
um dich. Lausche der Stille –
im Rieselregen.
 
 
*
 
 
Erfrischend und rein:
die Dunkelheit. Die Stille.
Der sanfte Regen.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

20.9.2016

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Nirgendwo sonst

für T.

 
 
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Nirgendwo sonst
 
 
will ich sein als da,
wo ich bin. Und ist das nicht
der Schlüssel – zum Glück?
 
 
*
 
 
Unter den Bäumen
will ich sein, am See, im Wald.
Endlich: zu Hause!
 
 
*
 
 
Im Wort will ich sein –
wo auch immer es hinfällt –
im Wort. Nur im Wort.
 
 
*
 
 
Und auch in der Stadt
gibt es Bäume. Wasser. Wald.
Gibt es: die Worte.
 
 
*
 
 
Nirgenwo sonst will
ich sein, als dort, wo du bist!
Du: mein Zuhause!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

19.9.2016

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