Vom Regen, vom Wind

 
I
 
 
Abend für Abend
der Wind, das Regenprasseln
an meinem Fenster –
 
 
*
 
 
Abend für Abend
das Ringen um die Worte
im Regenrauschen!
 
 
*
 
 
Nacht für Nacht für Nacht:
nichts als der Regen, nichts als
der Regen, der Wind!
 
 
 
II
 
 
Als die Poesie
mich verließ, blieb der Regen.
Nichts – als der Regen!
 
 
*
 
 
Ich will den Regen,
den Wind in meine Worte
verwandeln – des nachts!
 
 
*
 
 
Nur Regenworte –
anschwellend, abschwellend, nachts –
im rauschenden Wind!
 
 
 
III
 
 
Was ist Poesie
anderes als der Regen,
der Wind – in der Nacht?
 
 
*
 
 
Dunkelheit. Lichter.
Der sanfte Glanz des Regens –
im rauschenden Wind!
 
 
*
 
 
Dies ist Poesie:
die stille Nacht am Fenster,
im Regen, im Wind!
 
 
 
IV
 
 
Die Worte fallen –
im steten Takt des Regens,
des Windes, des nachts!
 
 
*
 
 
Worte rieseln sanft
und schimmernd durch die Blätter
rauschender Bäume!
 
 
*
 
 
Stille dunkle Nacht –
dein Schweigen wird durchlichtet:
vom Regen, vom Wind!

 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

21.5.2019

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Immerzu fehlst du!

 
Wenn die Sonne sinkt,
wenn der Regen rauscht – immer,
immerzu fehlst du!
 
 
*
 
 
Wenn der Mond erscheint
über dem dunklen Waldrand –
immerzu fehlst du!
 
 
*
 
 
Wenn deine Stimme
der Erinnerung entspringt –
immerzu fehlst du!
 
 
*
 
 
Wenn mein Liebeslied
ungehört verhallt – immer,
immerzu fehlst du!
 
 
*
 
 
Wenn dunkle Wolken
das Abendrot verschlucken –
immerzu fehlst du!
 
 
*
 
 
Wenn ich mich frage,
wo in aller Welt du bist –
immerzu fehlst du!
 
 
*
 
 
Immerzu fehlst du –
doch ich vernehme dein Lied
im Regenrauschen!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

Mai 2019

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Die alten Alben

 
Verblasst: die Bilder
der Vergangenheit. Was bleibt
ist nur noch: das Licht!

 

 

 

 

 

 

 

 
Hannah

15.5.2019

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The mysterious vanishing of electra

 
 
Anna von Hausswolff: The mysterious vanishing of electra

 

 

 

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Mein Glück liegt: jenseits / Nachts – im Regen

 
I
 
 
 
Ich suchte mein Glück –
im Herzen deiner Zeilen –
und fand: die Stille.
 
 
*
 
 
Ich suchte mein Haus –
im Herzen des Waldes – und
fand: eine Lichtung.
 
 
*
 
 
Ich verlor mein Glück –
aus den Augen, aus dem Sinn!
Schnell schwand es dahin!
 
 
 
II
 
 
Mein Glück liegt im Wort –
und nicht in deinen Händen!
Mein Glück liegt: jenseits!
 
 
*
 
 
Glück liegt in der Nacht –
im Regen, im Fluß, im Wind –
und in den Sternen!
 
 
*
 
 
Glück liegt im Regen,
in der Tiefe der Wälder,
im Rund der Lichtung!
 
 
*
 
 
Glück liegt: im Stillen
auf einer grünen Lichtung –
im Regenrauschen!
 
 
*
 
 
Ich suchte mein Glück
im Maisonnenlicht – und fand
es: nachts – im Regen!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

12./13.5.2019

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