Nichts Wichtigeres

 

Es gab nichts zu tun
als zu schauen, zu schreiben –
nichts Wichtigeres.
 
 
*
 
 
Keine Zerstreuung
der Sinne. Konzentration
auf das Wichtigste.
 
 
*
 
 
Es gab kein Gefühl
der Vergeblichkeit. Alles
schien sinnvoll zu sein.
 
 
*
 
 
Sinnvoll: die Sonne.
Sinnvoll: die samtschwarze Nacht.
Sinnvoll: das Leben.
 
 
*
 
 
Sinnvoll: der Kreislauf
zwischen Dunkelheit und Licht.
Sinnvoll: Wort und Bild.
 
 
*
 
 
Kein Hamsterrad. Kein
Lärm. Keine Eile. Kein Wort
zu viel. Nur Stille.
 
 
*
 
 
Nur die rauschenden
Blätter, die Wellen, der See.
Schönheit ringsumher.
 
 
*
 
 
Der Sinn war Schönheit.
In der Schönheit lag der Sinn.
So einfach war das.
 
 
*
 
 
Keine Suche mehr
nach mehr. Keine Hoffnung auf
noch Wichtigeres.
 
 
*
 
 
Und nun? Was mir bleibt
sind die Worte, die Bilder,
die Erinnerung.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 

Hannah

8.12.2016

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Das Leben dreht sich

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Das Leben dreht sich
nur um Licht und Dunkelheit.
Heute ist es hell.
 
 
*
 
 
Ein einziges Wort
ist der Dreh- und Angelpunkt
des Tages: das Licht.
 
 
*
 
 
Kreativität
entspingt der Suche nach Licht.
Wozu noch suchen?
 
 
*
 
 
Ich sammle das Licht
der helleren Stunden – für
die dunklen Zeiten.
 
 
*
 
 
Dreh- und Angelpunkt
dieses Lebens sind das Licht
– und sein Widerpart.
 
 
*
 
 
Das Leben dreht sich
dem Licht entgegen. Heute:
mildes Winterlicht.
 
 
*
 
 
Azurblau: der See
im milden Licht des Winters.
Hell: Himmel und Berg.
 
 
*
 
 
Funkelnde Lichter
ergießen sich über den See.
Tanzende Sterne.
 
 
*
 
 
Könnte ich bleiben?
Könnte ich für immer hier
sein? Ich könnte nicht.
 
 
*
 
 
Zum Abschied: das Licht.
Laß es mich nicht vergessen!
sage ich mir selbst.
 
 
*
 
 
Das Leben dreht sich
um Dunkelheit und um Licht.
Heute ist es hell.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

7.12.2016

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Dezemberbilder

 

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Hannah

6.12.2016

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Winternachtgedichte

 

Im Nebel versinkt
der See. Das Licht wird weicher,
bis es entschwindet.
 
 
*
 
 
Sich selbst begegnen
im Schweigen der Winternacht
und im Sternenlicht.
 
 
*
 
 
Glanz und Euphorie.
Im Angesicht der Sterne:
Selbstgenügsamkeit.
 
 
*
 
 
Der Stille lauschen,
dem leisen Schlag der Wellen,
der raunenden Nacht.
 
 
*
 
 
Dichtes, dunkles Schwarz,
durchsetzt von kleinen Lichtern –
samtweich, kühl und klar.
 
 
*
 
 
Azurblauer See,
ins Samtschwarz der Nacht getaucht,
vom Mondlicht gestreift.
 
 
*
 
 
Holzfeuerduft steigt
auf, vermischt sich mit der Nacht,
die sich niedersenkt.
 
 
*
 
 
Heilsame Stille.
Dann und wann: der Wellenschlag
und der Käuzchenruf.
 
 
*
 
 
Warten auf das Licht
des nächsten Tages. So viel
ist gewiß – und so wenig.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

4./5.12.2016

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Glanz und Euphorie

 
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TS / Hannah

4./5.12.2016

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