Ehe die Nacht hereinbricht

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 
ts

20.8.2018

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Einfach zu schreiben / Ein Buch zu schreiben ( Teil II )

 
 

Ich hefte post-its
an die gelungeneren
meiner Gedichte!
 
 
*
 
 
Was heißt: „gelungen“?
Woher soll ich das wissen?
Ich schreibe einfach!
 
 
*
 
 
Einfach heißt nicht: leicht –
und doch: leicht zu lesen und
leicht zu verstehen!
 
 
*
 
 
Einfach zu schreiben
könnte ein Kriteritum
sein – fürs Gelingen!
 
 
*
 
 
Dann suche ich nach
dem roten Faden. Ständig
entzieht er sich mir!
 
 
*
 
 
All diese Fäden!
Ich lasse sie links liegen –
und schreibe weiter!
 
 
*
 
 
Einfach zu schreiben –
ist das nicht das, was ich will?
Doch! Nichts anderes!
 
 
*
 
 
Einfach nur schreiben –
nichts anderes will ich – doch
was wird aus dem Buch?
 
 
*
 
 
Ich hefte post-its
an jedes Gedicht, das mir
gefällt – und that`s it!
 
 
*
 
 
Ein Buch zu schreiben –
nichts Leichteres als das? Nein!
Nichts Schwierigeres!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

21.8.2018

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Gedichte zu sichten / Ein Buch zu schreiben ( Teil I )

 
I
 
 
Gedichte sichten
bis sie langsam verschwimmen –
vor meinen Augen!
 
 
*
 
 
Die Liebe, den Schmerz,
die Stille im Nieselregen
verschwimmen sehen –
 
 
*
 
 
Viel zu viel rauchen!
Viel zu viel Kaffee trinken!
Zu wenig Leben!
 
 
*
 
 
Leben im Gedicht –
und nirgendwo sonst! Leben:
zwischen den Zeilen!
 
 
*
 
 
Zwischen den Zeiten –
früher, heute, dereinst, jetzt!
hin und her springen!
 
 
*
 
 
Herz-Sprünge wagen!
Die Luft anhalten! Atmen!
Etwas riskieren!
 
 
*
 
 
Schwierige Zeiten
Revue passieren lassen –
vor euren Augen!
 
 
*
 
 
Mich zeigen, wie ich
damals war und heute bin:
Schutzlos. Verletzlich.
 
 
*
 
 
Mich zeigen, wie ich
gerne wäre? Vergeblich!
Mir selbst vergeben!
 
 
*
 
 
Die Vergeblichkeit
der Worte spüren – und doch:
noch weiter schreiben!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

21.8.2018

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Nachmittags. Licht

 

 

 

 

 

 

 

 
ts / hannah

19.8.2018

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Wozu das alles?

 
 
Schreibend Gefühle
durchleben – dokumentiert –
hier – in Gedicht-Form
 
 
*
 
 
Schreibend Gedanken
weiterentwickeln, um sie
ganz zudurchdringen
 
 
*
 
 
Schreibend Eindrücke
dokumentieren, bis sie
Gestalt annehmen
 
 
*
 
 
Schreibend: die Sonne
sehen – im Grau der Wolken –
und den Wind spüren!
 
 
*
 
 
Schreibend: den Blättern
des Kirschbaums ein Denkmal
setzen: im Gedicht!
 
 
*
 
 
Schreibend: Tag und Nacht
dämmern und schwinden sehen –
tagein und nachtaus –
 
 
*
 
 
Tag und Nacht schreibend
auf meinem Platz am Fenster
sitzen: still. Erfüllt.
 
 
*
 
 
Wort für Wort die Welt
der Poesie durchschreiten:
bis sie sich erhellt –
 
 
*
 
 
Die Wolkenränder
golden aufleuchten sehen –
spät am Nachmittag.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

19.8.2018

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