Monatsarchiv: Juni 2019

Vermissen und wiederfinden

 
Die grünen Hügel,
den Wald hinter dem alten
Haus aus Holz und Stein.
 
 
*
 
 
Den Sternenhimmel,
den Mond hinter den Hügeln,
den Ruf des Käuzchens.
 
 
*
 
 
Das Backhaus, das Licht
– golden – über den Wäldern
und auf dem Wasser.
 
 
*
 
 
Das Blau des Wassers
– von Sonnenkringeln durchkreuzt –
zwischen den Zweigen.
 
 
*
 
 
Den blühenden Mohn,
die Stimmen meiner Liebsten
im Olivenhain.
 
 
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Den Zitronenbaum.
Die Runde mit den Hunden
durch die Weinberge.
 
 
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Den Platz am Fenster,
den Blick über die Hügel
und über den Wald.
 
 
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Die Vollkommenheit
der milden Sternennächte.
Die Stille. Das Licht.
 
 
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Die Glühwürmchen, die
in dunklen Nächten tanzen –
wie Silben – im Wind!
 
 
*
 
 
Die stillen Stunden.
Die Zeit, die nicht gestundet
ist. Die Zeit, die fliesst.
 
 
*
 
 
Die weißen Rosen
vor den steinernen Mauern
des alten Hauses.
 
 
*
 
 
Das Licht der Sonne,
gespeichert in den Steinen
der alten Mauern.
 
 
*
 
 
Das Licht des Mondes,
geborgen in den Worten
alter Gedichte.
 
 
*
 
 
Die blauen Blüten
des duftenden Lavendels
im flimmernden Licht.
 
 
*
 
 
Die hellen Ränder
der dunklen Wolken ehe
die Nacht hereinbricht.
 
 
*
 
 
Die Stürme, das Licht
nach dem Sommergewitter:
golden, ungetrübt.
 
 
*
 
 
Das flüssige Licht
des Abends über dem Wald.
Das Flüstern der Nacht.
 
 
*
 
 
Die reifen Kirschen,
die Feigenbäume. Unser
fernes Paradies.
 
 
*
 
 
Den Wind und den Wald.
Das Meer aus siebzehn Silben.
Die Fenster zum Meer.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

23.6.2019

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Mittags erwachen / Gedichte träumen

 
Mittags erwachen –
zu Hause – und die Worte
der Nacht erinnern.
 
 
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Wind in den Bäumen.
Keine Lust aufzustehen.
Ein Gewitter naht.
 
 
*
 
 
Wilder weht der Wind.
Ich betrachte das Schauspiel
von meinem Bett aus.
 
 
*
 
 
Der Zauber der Nacht
ist vorbei. Wäsche waschen?
Wieder einschlafen.
 
 
*
 
 
Gedichte träumen
unter der Sommerdecke,
bis der Regen fällt.
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

22.6.2019

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Ein einfaches Glück

 
I
 
 
Mitten in der Nacht
nach Hause kommen. Müde –
aber auch: glücklich.
 
 
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Draußen: der Regen.
Drinnen: die frischen Betten.
Ein einfaches Glück.
 
 
*
 
 
Ein einfaches Glück:
zu Hause anzukommen –
in diesem Moment.
 
 
 
II
 
 
Auch hier: die Vögel,
die Bäume, die Nacht. Auch hier:
die Glücks-Momente.
 
 
*
 
 
Auch hier: die Lieder
der Vögel und des Windes.
Langsam wird es hell.
 
 
 
III
 
 
Die kalten Füße
unter der Sommerdecke
werden langsam warm.
 
 
*
 
 
Die Worte fliessen.
Sie wollen nichts erreichen,
nur: zu Hause sein!
 
 
*
 
 
Ein einfaches Glück:
zu Hause anzukommen –
geborgen – im Wort!
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

22.6.2019

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Morgenlicht / Ohne Worte

 

 

 

 

 

 

 

 
Hannah

19.6.2019

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Abends am Fenster

 
Am Fenster sitzen,
die Abendkühle spüren
und sich warm schreiben
 
 
*
 
 
Wind in den Bäumen
und goldenes Abendlicht
über den Hügeln
 
 
*
 
 
Sonne auf der Haut,
ihr letztes leichtes Streicheln –
ehe es Nacht wird
 
 
*
 
 
Und der Tag verglüht –
noch lange nicht. Glühwürmchen
tanzen – im Abendlicht!
 
 
*
 
 
Und das Käuzchen ruft –
sein Lied in die Silbernacht –
und der Mond – erwacht!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

16.6.2019

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