Monatsarchiv: Oktober 2015

Demut!

 
 

Wie fühlt es sich an,
fremd zu sein und der Sprache
nicht mächtig? Demut
ist das, was man lernen muß,
und Achtung vor dem Fremden!
 
 
*
 
 
Weißt du, wie es sich
anfühlt, wenn man die Sprache
verliert? Das Denken
verdunkelt sich! Verzweiflung
erfaßt dich von Kopf bis Fuß!
 
 
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Macht liegt im Wort und
Magie! Das Wort macht uns Mut,
doch die Sprachlosigkeit
lehrt uns Demut! – Wertvollste
Lektion: für einen jeden!
 
 
*
 
 
Wie ginge es dir
in einem Land, das dich nicht
willkommen heißt? Wenn
Worte, dir unverständlich,
fremd, an dir vorbeirauschten?
 
 
*
 
 
Weißt du, wie es sich
anfühlt, wenn man die Heimat
verliert? Oder wenn
man niemals eine Heimat
hatte, es sei denn im Wort?
 
 
*
 
 
Üben wir uns in
Demut vor jedem Fremden,
üben wir uns in
Demut, Sanftmut, Langmut, Mut –
im Verstehen des Fremden!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

31.10.2015

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Nebelnacht im Herbst

 
 
Nacht und Nebel. Wind
kommt auf, weht mir die Blätter
ins Gesicht, stürmisch!
 
 
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Es regnet Blätter,
golden im Laternenlicht.
Schnee liegt in der Luft.
 
 
*
 
 
Im milchigen Licht
der Straßenlaterne fällt
– fast lautlos – das Laub.
 
 
*
 
 
Schnee liegt in der Luft,
schmilzt, noch bevor er fällt. Herbst,
du träumst vom Winter.
 
 
*
 
 
Ich träume den Schnee,
die wirblenden Flocken. Bald
wird die Welt weiß sein.
 
 
*
 
 
Nebel hüllt mich ein.
Geborgen finde ich mich
wieder – in der Nacht.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

29.10.2015

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Über den Nebel / Über den Mond

 
 
Über den Nebel
erhebt sich der volle Mond,
silbrig glänzend, klar
 
 
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Magisch und mystisch
fällt und fließt das Mondlicht
durch die Nebelwand
 
 
*
 
 
Einzigartiges
Schauspiel: Nebel und Mondlicht,
fallende Blätter
 
 
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Wunschlos, sehnsuchtslos
erhellt das Mondlicht die Nacht
im Tanz der Blätter
 
 
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Vollkommene Nacht!
Mondlicht fließt durch die Blätter,
schwerelos schwebend
 
 
*
 
 
Kühler, kühner Mond!
In dieser Herbstnebelnacht
erhellst du mein Herz!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

26.10.2015

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Herbstmond

 
 
Zur Ruhe kommen
nach dem goldblauen Herbsttag,
wenn die Welt verstummt
 
 
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Leicht und leise, sanft
und trocken raschelt das Laub
abends im Herbstwind
 
 
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Knisternd fällt das Laub
in die mondhelle Herbstnacht.
Goldlaub im Mondglanz!
 
 
*
 
 
Der Mond fällt ins Laub,
und das Laub fällt zur Erde.
Golden: Laub und Mond!
 
 
*
 
 
Mondlicht, Wort und Laub
fallen. Still, leise, knisternd
fallen sie, glänzend.

 
 

 
 
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

24.10.2015

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Einzig die Sprache der Dichtung

 
 
Einzig
die Sprache
der Dichtung

rettet uns
vor dem sicheren
Untergang

in den Nebeln der Zeit!

Einzig die Sprache
der Dichtung
könnte

ihnen gerecht werden –

deinen Worten
über das Wasser,
über den Himmel,

über das Herbstlicht!

Einzig
die Sprache
der Dichtung

könnte
deine Worte
erhellen,

nicht aber
die harte,
unzulängliche

Sprache
einer immerzu
fehlbaren

Auslegung
oder
Kritik!

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hannah

September 2015

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