Monatsarchiv: Oktober 2016

Licht Blicke

für Dich

 
Morgens: die Liebe.
Dann: der Kaffee, das Gedicht.
Der kühle Herbstwind.
 
 
*
 
 
Sachte, sanft, leise
nähert sich das Gedicht – wie die
schwebenden Blätter.
 
 
*
 
 
Bunter Blätterwald
im Garten. Der Wind frischt auf.
Die Sonne erscheint.
 
 
*
 
 
Nur das Hier und Jetzt
sollte zählen. Jetzt und hier
fehlt mir: gar nichts!
 
 
*
 
 
All meine Sorgen
vergessen und vergraben –
unter den Blättern.
 
 
*
 
 
Nur das Hier und Jetzt
ist von Bedeutung. Alles
bedeutest du mir!
 
 
*
 
 
Schwebende Blätter,
die Farben, der Wind: nur dies
ist von Bedeutung!
 
 
*
 
 
Eben noch fehlten
mir die Worte. Nun schreibe
ich sie mir herbei.
 
 
*
 
 
Eben noch fehlten
mir das Wort, der Sinn, das Glück.
Nun fügen sie sich.
 
 
*
 
 
Alles fügt sich nun:
Liebe, Kaffee, Wind und Wort –
zu einem Gedicht.
 
 
*
 
 
Dies ist mein Lichtblick:
dieser Moment der Fügung
in alles, was ist.
 
 
*
 
 
Dies ist mein Lichtblick:
wenn alles sich fügt – hier, jetzt –
in die Gegenwart.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

29.10.2016

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Wasser, Wort und Licht / Nach unserem Streit

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Wasser, Wort und Licht
 
 
Das Morgenlicht, das
sich im Fluß widerspiegelt
und in jedem Blatt
 
 
*
 
 
Wasser-Licht-Strudel:
wirblend und funkelnd: das Gold
im trüben Wasser
 
 
*
 
 
Hier kann ich frei sein:
hier, wo das Wasser murmelt,
rauscht – und weiterfließt
 
 
*
 
 
Die Steine, das Moos
und das wirbelnde Wasser –
Hier leuchtet: Alles!
 
 
*
 
 
Das Wort: ein Gefäß
für die Klarheit des Wassers
und für das Leuchten
 
 
*
 
 
Das Wort: ein Leuchtturm,
ein flackerndes Licht, das sich
im Wasser spiegelt
 
 

 
 

Nach unserem Streit
 
 
Nach unserem Streit
sitze ich unten am Fluß:
friedlich. Traurig. Stumm.
 
 
*
 
 
Doch Wasser und Wort
hauchen mir Leben ein:
Welle für Welle.
 
 
*
 
 
Ich weiß gar nicht mehr,
worum es eben noch ging,
als wir uns stritten –
 
 
*
 
 
Es ist nicht wichtig.
Die Worte gehen unter –
eins ums andere.
 
 
*
 
 
Ich lerne vom Fluß:
weiter zu fließen. Weiter.
Wohin auch immer.
 
 
*
 
 
Ich lerne vom Fluß:
mich nicht zu kümmern – um das
Unerhebliche
 
 
*
 
 
Ich lerne, das Licht
aufzufangen – und weiter
zu fließen. Weiter.
 
 
*
 
 
Jeden Tag lehrt mich
der Fluß etwas anderes.
Heute: Vergessen.
 
 
*
 
 
Ich lerne vom Fluß,
daß alles vorüberzieht.
Alles: im Wandel.
 
 
*
 
 
Nach unserem Streit
wird wieder Frieden herrschen
und Gleichmut. Und Glück.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

17./18.10.2016

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