Einfach nur da sein

 
I
 
 
Einfach nur warten,
bis die Worte der Stille
der Nacht entspringen.
 
 
*
 
 
Einfach abwarten,
was sie zu sagen haben –
über die Stille.
 
 
*
 
 
Einfach nur dem Wind
in der Rotbuche lauschen.
Einfach nur da sein!
 
 
 
II
 
 
Einfach die Frische
des neuen Tages atmen –
im Licht des Morgens.
 
 
*
 
 
Einfach die Worte
des Morgens fliessen lassen –
in den neuen Tag.
 
 
*
 
 
Einfach nur lauschen –
wie das Lied der Nacht verklingt –
im Licht des Morgens!
 
 
 
III
 
 
Offen für das Lied
und das Rauschen der Bäume
im Morgenlicht sein!
 
 
*
 
 
Einfach im Einklang
mit dem Licht des Morgens sein.
Einfach nur atmen!
 
 
*
 
 
Einfach die Liebe
zur Welt wiederentdecken –
im Licht des Morgens!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

10./11.6.2019

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Das Wort des Mondes

 
Über den Bäumen
ins Dunkel der Nacht gestanzt:
der leuchtende Mond!
 
 
*
 
 
Seltsam: die Stille
verschmilzt mit der Dunkelheit,
das Wort – mit dem Mond!
 
 
*
 
 
Seltsam, wie der Mond
sich nun zu erkennen gibt:
als leuchtendes Wort!
 
 
*
 
 
Schon verschwindet es
hinter den dunklen Wolken –
das Wort des Mondes!
 
 
*
 
 
Schon schließt die Stille
das Wort in ihre Arme,
die Wolken – den Mond!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

9.6.2019

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Seltsam, dieses Glück / Seltsam helle Nacht

 
I
 
 
Seltsam: dieses Glück,
wieder zu Hause zu sein –
im Reich der Worte!
 
 
*
 
 
Seltsam, wie das Wort
den Weg nach Hause findet –
durch die dunkle Nacht!
 
 
*
 
 
Seltsam, wie die Nacht
sich meinen Worten öffnet:
so dunkel, so hell!
 
 
 
II
 
 
Seltsam: die Worte
bahnen sich ihren Weg – wie
der Mond – duch die Nacht!
 
 
*
 
 
Seltsam: das Feuer
der Worte erhellt die Nacht –
und durchlichtet sie!
 
 
*
 
 
Seltsam, zu Hause
zu sein: sprachlos und dennoch
geborgen – im Wort!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

9.6.2019

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Das Lied des Baumes

 
Ich kann nicht sprechen –
über das, was mich bewegt,
doch ich kann schweigen!
 
 
*
 
 
Der Wind bewegt mich,
der Regen, das Licht, der Lauf
der Jahreszeiten.
 
 
*
 
 
Der Mond bewegt mich,
die Sterne, der Lauf der Nacht,
die Morgenröte.
 
 
*
 
 
Den Vögeln lausche
ich, dem Regen und dem Wind –
still – und doch: bewegt!
 
 
*
 
 
Ich bin verwurzelt –
und doch bewege ich mich –
im Regen, im Wind!
 
 
*
 
 
Ich singe mein Lied –
und wenn du ganz still bist, dann
kannst du ihm lauschen!
 
 
*
 
 
Ich kann nicht sprechen –
über das, was mich bewegt –
und doch singe ich!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

9.6.2019

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Abendlicht

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