Toskana-Abend

ts

7.8. 2017

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Abendspaziergang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 
hannah / ts

4.8.2017

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Flow / Silbrig fließt der Mond / Ins Meer dieser Sommernacht

 

Depressiv sein heißt
alles zu unterdrücken,
was das Herz bewegt!
 
 
*
 
 
Ich unterdrücke
nichts mehr! Nicht mich selbst und nicht
mehr meine Worte!
 
 
*
 
 
Ich unterdrücke
nicht länger meine Worte!
Sie fließen wieder!
 
 
*
 
 
Sie fließen lassen –
ist das der Sinn der Übung?
Wohin fließen sie?
 
 
*
 
 
Sie fließen ins Meer
meiner Seele – und aus ihr
heraus – ins Nachtmeer!
 
 
*
 
 
Depressiv zu sein
bedeutet nichts – als Hemmung!
Will ich mich hemmen?
 
 
*
 
 
Hemmungslos will ich
sein – in Wort und Schrift – und Tat!
Hemmungslos – schreiben!
 
 
*
 
 
Worte wie Wellen
durchströmen mich des nachts –
im Licht des Mondes!
 
 
*
 
 
Silbriges Mondlicht
fließt durch die kühle Nachtluft!
Zeitloses Fliessen!
 
 
*
 
 
Es säuselt der Mond
mir all seine Wort zu:
silbrig, leuchtend, hell!
 
 
*
 
 
War ich depressiv?
Jedenfalls war ich gehemmt.
Schüchtern. Fast stumm.
 
 
*
 
 
Die Zeit der Stille
war dunkel wie das Nachtmeer –
ohne die Sterne!
 
 
*
 
 
Überall war Licht! –
Doch es erreichte mich nicht –
im tiefsten Herzen!
 
 
*
 
 
Überall war Wald –
schattig und kühl und so kalt –
im Worte-Winter!
 
 
*
 
 
Der Himmel war blau,
die Luft war so lau – doch licht
war das Leben – nicht!
 
 
*
 
 
Licht und Dunkelheit
fließen nun in einander! Hell
leuchtet nun die Nacht!
 
 
*
 
 
Schreibe ich mich frei?
Vielleicht. Ich bin dabei – mich
wiederzufinden!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

Anfang August 2017

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Aus der Nacht heraus / Am Rande der Nacht / Im Zenit der Nacht

 

I
 
 
 
Aus der Nacht heraus
führt mich nur das Wort – das ich
vergessen hatte!
 
 
*
 
 
Aus der Nacht heraus
führt mich nur das Wort! So tief,
sternlos war die Nacht!
 
 
*
 
 
Es gelang mir nicht,
über die Ränder der Nacht
hinauszusehen!
 
 
 
II
 
 
 
Nun gelingt es doch:
indem ich das Licht der Nacht
in Worte fasse!
 
 
*
 
 
Entlocke mir doch
ein Licht, einen Stern, ein Wort!
raunt die Nacht mir zu.
 
 
*
 
 
Entlocke der Nacht
den Glanz eines einzigen
Sternes, du, mein Wort!
 
 
 
III
 
 
 
Nun endet die Nacht
der Sprachlosigkeit. Es war
allerhöchste Zeit!
 
 
*
 
 
Am Rande der Nacht:
Mondlicht und Morgenröte.
Im Zentrum: das Wort!
 
 
*
 
 
Im Zenit der Nacht
leuchtet – sternengleich – das Wort!
Nacht des Erwachens!
 
 
 
IV
 
 
 
Und das Wort erwacht
in der Nacht meiner Seele:
leuchtend – wie der Tag!
 
 
*
 
 
Leuchtend wacht die Nacht!
Leuchtend erwachen Worte
wieder zum Leben!
 
 
*
 
 
Das leuchtende Wort
erhellt den Weg durch die Nacht.
Nur das Wort allein?
 
 
 
V
 
 
 
Zwischen den Zweigen
des alten Apfelbaumes
leuchtet: das Mondwort!
 
 
*
 
 
Ging es verloren?
Niemals ging es verloren –
zwischen den Zweigen!
 
 
*
 
 
Weshalb aber sah,
weshalb hörte ich es nicht?
Die Nacht umfing mich!
 
 
 
VI
 
 
 
Die Stille der Nacht
ist es, die zu mir spricht:
leise, süß und sanft.
 
 
*
 
 
Wie ein Wasserfall
entströmen die Worte der Nacht –
dem Meer des Tages.
 
 
*
 
 
Schwarz wie Samt: die Nacht,
doch hell: ihre Melodie.
Rauschend, hell und klar!
 
 
 
VII
 
 
 
Rauschend, berauschend:
das Lied dieser Nacht! Möge
es niemals enden!
 
 
*
 
 
Der Strom des Schweigens
wird mich wieder umhüllen!
Ja, das weiß ich doch!
 
 
*
 
 
Und doch werde ich
sie niemals mehr vergessen:
die Lieder der Nacht!
 
 
 
VIII
 
 
 
Entlocke der Nacht
ein einziges Licht, mein Wort!
Dann will ich ruhen!

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 
 
 
 
 

 
 
 
Hannah

30.7.2017

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Beschwörung

 

Schweigend fiel ich: tief
in die stumme Dunkelheit
wortloser Nächte.
 
 
*
 
 
Plötzlich: die Sehnsucht
nach dem verlorenen Wort!
Wie ein jäher Blitz!
 
 
*
 
 
Die jähe Sehnsucht
nach dem verborgenen Glanz
des Mondscheinwortes!
 
 
*
 
 
Regenverhangen,
wortlos: die Tage, die Nacht –
Da leuchtet: ein Wort!
 
 
*
 
 
Leuchte mir den Weg
durch die Nacht, mein Wort!
Mein Wort – leuchte mir!
 
 
*
 
 
Ich beschwöre dich
herauf – zurück zu mir – Wort!
Erleuchte – die Nacht!
 
 
*
 
 
Wie konnte ich nur
ohne dich leben – mein Wort!
Ich konnte es – nicht!
 
 
*
 
 
Plötzlich: das Mondlicht,
das sich Bahn bricht – durch das Wort!
Das leuchtende Wort!
 
 
*
 
 
Mondscheingetränktes
Wort – kehre zurück zu mir!
Laß mich nicht allein!
 
 
*
 
 
Vergangen: die Zeit
der entgangenen Worte
wortloser Nächte!
 
 
*
 
 
Wie ein Gewitter
leuchten einzelnen Worte
den Weg durch die Nacht!
 
 
*
 
 
Verloren geglaubt
und wiederauferstanden:
die Zeit der Worte!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

29.7.2017

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