Monatsarchiv: September 2015

Zwischen Fluß und Wald (Verschiedene Versionen)

 
 
Zwischen Fluß und Wald
suchte ich das Wort. Zwischen
Ufer und Bäumen
leuchtet es mir entgegen.
Zwischen Wort und Wald: der Fluß!
 
 
*
 
 
Am Isarufer
finde ich das Wort! Zwischen
Fluß und Wald, in den
Uferzeilen, leuchtet es
mir, von weitem schon, den Weg!
 
 
*
 
 
Zwischen Fluß und Wald
lebe ich glücklich im Wort,
geborgen und frei!
Heute scheint mir die Sonne
ins Wort – zwischen Fluß und Wald!
 
 
*
 
 
Am Ufer suchte
und fand ich das Wort. Zwischen
den Wellen trieb es
auf und ab. Auf den Wellen,
in jedem Lichtpunkt, tanzend.
 
 
*
 
 
Welch ein Glück,
im Wort zu leben, zwischen
Fluß und Wald! Wunschlos
treibe ich durch die Wellen,
Lichtpunkte fließen ins Wort!
 
 
*
 
 
Der Fluß macht mir den
Überfluß bewußt! Wasser wie
Worte – sie fließen,
unerschöpflich, rein und frei.
Sie fließen und wir schöpfen!
 
 
*
 
 

 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

30.9.2015

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Zwischen den Sprachen / Jenseits der Sprache

 
 
Zwischen den Sprachen
verirrte ich mich und fand
mich wieder im Fluß,
in den sanften, sprachlosen
Farben der Wellen, fließend.
 
 
*
 
 
Jenseits der Sprache
fließt der Fluß. Läßt sich sein Glanz
übersetzen? Wort
und Wasser vermischen sich,
leise murmelnd, in der Gischt.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

30.9.2015

2 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

Once in a blue moon

 
 
Once in a blue moon,
everything is sparkling!
The night is darkling,
but I remember the day
full of sparkles right away!

 

 

 

 

 

 

 

 
Hannah

29.9.2015

3 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

Stillleben

 
 
Spätabends am Fluß
leuchten die Sterne, der Mond
– riesig, rötlich, voll –
steht über dem dunklen Wald.
Am Ufer brennt ein Feuer.
 
 
*
 
 
Sterne, Feuer, Mond
fügen sich zu einem Bild,
das die Dunkelheit
erhellt. Einen Augenblick
lang tauche ich ein, gewärmt.
 
 
*
 
 
Ferner, kühler Mond!
Nun verbirgst du dich
hinter den schwarzen
Bäumen, hinter den Wolken,
und ich vermisse dein Licht!
 
 
*
 
 
Wo kämen wir hin
ohne das Licht? Drei Kerzen
zünde ich mir an,
sie erleuchten die Worte!
Sie flackern im Nachtwind!
 
 
*
 
 
Drei Kerzen brennen,
flackernd im Nachtwind. Eine
brennt für die Hoffnung,
eine für das Wort. Eine
brennt für den fernen Vollmond!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

28.9.2015

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Hinter dem hellen Tag / Vor der Mondfinsternis

 
 
Ein goldener Tag!
Die Abendsonne glänzt noch
im Wasserspiegel!
 
 
*
 
 
Helle Vollmondnacht!
Du wirst dich verfinstern – doch
nur für kurze Zeit!
 
 
*
 
 
Die Nacht, so stürmisch
und hell erleuchtet vom Mond,
steht nun im Zenit!
 
 
*
 
 
Perlendes Lachen
erfüllte den hellen Tag, hallt nach
in der Vollmondnacht!
 
 
*
 
 
Das Glück kam zurück
im herbstlichen Herbstlicht! Hell
leuchten Tag und Nacht!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

28.9.2015

3 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein