Archiv der Kategorie: Allgemein

Nacht in den Bergen

 

I
 
 
Kristallklare Nacht.
Die Sterne und das Rauschen
des Baches am Wald.
 
 
*
 
 
Eine Sternschnuppe!
Da! Und noch eine! Dort! Der Wald,
der Bach, die Berge.
 
 
*
 
 
Was wünsche ich mir?
Nichts. Ich bin wunschlos glücklich
– umhüllt – von der Nacht.
 
 
 
II
 
 
Nacht in den Bergen.
Dunkelheit. Sterne. Rauschen.
Der Bach und der Wald.
 
 
*
 
 
Kristallklare Nacht.
klar und kalt wie der Bergbach,
endlich und endlos.
 
 
*
 
 
Das Glück liegt im Fluss,
im Fliessen des Wassers und
im Wandel der Zeit.
 
 
 
III
 
 
Ich danke dir, Gott,
für die friedliche, stille,
kristallklare Nacht.
 
 
*
 
 
Ich danke dir, Gott
für jedes Wort, das sich fügt
in diese Stille.
 
 
*
 
 
Ich danke dir, Gott
für jede Nacht, jeden Stern,
jeden Augenblick.

 
 

 
 
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

15.10.2017

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Oktober. Nacht. Still. Leben

 
 
Annehmen, was ist.
Mehr gibt es nicht zu tun. Doch
auch: nicht weniger!
 
 
*
 
 
Aus der Dunkelheit
heraus – schält sich – und entsteht:
das Licht. Gerade: des nachts!
 
 
*
 
 
Annehmen, was ist:
Ist das alles, was wirklich
zählt – und wirklich ist?
 
 
*
 
 
Hell erheben sich
die Bäume aus dem Dunkel
der Nacht: herbstfarben.
 
 
*
 
 
Die letzten Blätter
beschreiben – vor ihrem Fall:
ihr leuchtendes Gold!
 
 
*
 
 
Es murmelt der Bach:
Alles wird. Alles vergeht.
Alles wird wieder –
 
 
*
 
 
Dunkel. Hell. Dunkel.
Das Wort. Die Stille. Das Wort.
Der Rhytmus der Welt.
 
 
*
 
 
Annehmen, was ist!
Mehr gibt es nicht zu sagen –
und nicht zu schreiben!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

13.10.2017

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Nicht hier, nicht dort

 
 
Wo bist du? fragst du.
Ich bin nicht hier und nicht dort;
bin im Niemandsland!
 
 
*
 
 
Zwischen den Zeilen,
zwischen den Worten irre
ich umher. Schweigend.
 
 
*
 
 
Suche und taste
nach den Worten, die sich
mir nun entziehen!
 
 
*
 
 
Ich bin nirgendwo,
bin an einem Ort zwischen
Worten und Stille.
 
 
*
 
 
Ich bin nicht mehr dort,
wo die Worte einst flossen
wie Milch und Honig!
 
 
*
 
 
Ich bin nicht mehr die,
die ich war, als ich dir schrieb!
Bin nicht hier – noch dort!
 
 
*
 
 
Ich wandle allein
zwischen den Worten umher –
die nicht mehr leuchten!
 
 
*
 
 
Ich bin im Wandel,
könnte ich sagen, könnte
ich dir nur schreiben!
 
 
*
 
 
Wo bist du? fragst du.
Ich bin verloren, bin fort,
könnte ich sagen –
 
 
*
 
 
– wäre da nicht noch
ein letztes Wortgewitter –
fern – am Horizont!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

6.9.2017

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Nacht über dem See

für T.

 
Vollkommen: die Nacht.
Sie bedarf keiner Worte –
und doch – schreibe ich.
 
 
*
 
 
Der Mond, die Wolken,
der Wind, der durch die Bäume
braust – über dem See.
 
 
*
 
 
Wir zwei am Kamin.
Leise knistert das Feuer.
Draußen: das Mondlicht.
 
 
*
 
 
Draußen: das Mondlicht,
die sanfte Brise, der See
zwischen den Zweigen.
 
 
*
 
 
Silbrig singt die Nacht,
während der Wind die Saiten
dunkler Bäume zupft.
 
 
*
 
 
Silbrig singt die Nacht
das Lied des Mondes. Silbrig
klingen die Silben.
 
 
*
 
 
Dann verstummt der Wind.
Leise klingt das Lied der Nacht
in uns beiden nach.
 
 
*
 
 
Was ist vollkommen –
außer der Stille? Die Nacht
hüllt sich – ins Schweigen.
 
 
*
 
 
Vollkommen: die Nacht.
Sie bedarf keiner Worte,
doch stumm – ist sie nicht.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

29.9.2017

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Herbst Licht

TS
29.9.2017

4 Kommentare

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