Morgendämmerung / Ein seltsames Licht

 
I
 
 
Schreiben bedeutet
in diesen Tagen: Abstand
zum eigenen Wort.
 
 
 
Mein Wort war mir nah.
Nun rückt es in die Ferne.
Hole ich es ein?
 
 
 
All diese Worte!
Ich wandere durch die Zeit
und sammle Worte.
 
 
 
Mehr kann ich nicht tun.
Mehr kann ich nicht erwarten
von meinen Worten.
 
 
 
II
 
 
 
Ich sehe ein Licht.
Der Tunnel der Nacht endet
und mündet – ins Licht.
 
 
 
Seltsam, dieses Licht.
Ein mildes, gelbliches Licht
am Rande der Nacht.
 
 
 
Schon löst es sich auf
in rosaroten Wolken.
Schon schwindet die Nacht.
 
 
 
Mehr kann ich nicht tun.
Mehr kann ich nicht berichten
als dies: es gibt Licht.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 
 

Hannah

23.12.2020

6 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

6 Antworten zu “Morgendämmerung / Ein seltsames Licht

  1. Ach liebe Hannah,
    Danke für den Lichtblick am Morgen!

    Gefällt 1 Person

  2. Wunderschön. Mir geht es mit den Worten ähnlich im Moment

    Gefällt 1 Person

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