Losgelöst und doch / Verbunden – mit der Erde

 
 
Wie ein einziges
Gestirn die dunkelste Nacht
erleuchten kann! Mond –
 
 
*
 
 
– wie hell und klar du –
in diese Nacht gestanzt bist –
und sie erleuchtest!
 
 
*
 
 
An dir will ich mich
orientieren, Vollmond –
und an deinem Licht!
 
 
***
 
 
Losgelöst und doch
verbunden mit der Erde –
die du erleuchtest!
 
 
*
 
 
Unerschütterlich.
Was könnte dich erschüttern –
klarer, heller Mond?
 
 
*
 
 
Mir fällt kein Wort ein –
das dich beschreiben könnte –
in deiner Klarheit!
 
 
***
 
 
In Wirklichkeit bist
du ein Spiegel der Sonne –
und doch: mehr als das!
 
 
*
 
 
In Wirklichkeit bist
du kalt und weit entfernt – doch
mich erreicht – dein Licht!
 
 
*
 
 
In Wirklichkeit weiß
ich nicht, was genau du bist –
klarer, heller Mond!
 
 
***
 
 
In Wirklichkeit kann
ich dich niemals erreichen –
doch du erreichst – mich!
 
 
*
 
 
Über den Dächern
ziehst du deine Bahnen, Mond.
Schon verschwindest du.
 
 
*
 
 
Und doch bist du da –
ob ich dich nun sehen kann –
oder nicht: mein Mond.
 
 
*****
 
 
Mond, du streust dein Licht
in meine dunklen Nächte –
und erleuchtest sie!
 
 
*
 
 
Mond, du nimmst dein Licht
zurück – im Licht der Sonne –
verblasst – das deine!
 
 
*
 
 
Du nimmst dich zurück –
wenn das Sonnenlicht erscheint –
und kehrst doch wieder –
 
 
***
 
 
– aus der Dunkelheit –
zurück: leuchtendes Vorbild –
im Dunkel der Nacht!
 
 
*
 
 
Mond, du wirfst dein Licht
ins Dunkel meiner Nächte
und wanderst weiter –
 
 
*
 
 
– und läßt mich zurück –
in der Kälte des Morgens –
dann, wenn es hell wird.
 
 
***
 
 
Und ich suche dich –
nicht – wenn die Sonne erscheint –
vergesse ich – dich –
 
 
*
 
 
– und vergesse dich –
doch nicht. Denn immer wieder –
im Dunkel der Nacht –
 
 
*
 
 
erscheint mir dein Licht
– so fern, so unerreichbar –
doch du erreichst: mich!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

14.11.2019

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “Losgelöst und doch / Verbunden – mit der Erde

  1. Julia

    Oh, diese wunderschoenen Zeilen beruehren mich sehr, liebe Hannah! Jede Nacht schaue ich ihn mir an, den Mond, und auch wenn er nicht zu sehen ist, gibt es mir ein wunderbares Gefuehl, zu wissen, dass er da ist.

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