Keine Worte mehr? / Aber die Worte –

I
 
 
 
Keine Worte mehr?
Ich möchte nicht versinken –
in der Stille! doch –
 
 
*
 
 
Etwas zieht mich nun –
in die Stille hinein. Ist
es – die Stille selbst?
 
 
 
II
 
 
 
Aber die Worte –
sind der lebendigste Teil
meiner selbst! Oder?
 
 
*
 
 
All meine Worte
wollen sich behaupten: auch
gegen die Stille!
 
 
*
 
 
Gegen die Stille?
Wie könnte man denn schreiben:
gegen die Stille?
 
 
*
 
 
Nur aus der Stille
heraus läßt es sich schreiben!
Wußtest du das nicht?
 
 
*
 
 
Die Worte drehen
sich heute im Kreis! Doch sie
sind immer noch: da!
 
 
 
III
 
 
 
All meine Worte
entspringen doch: der Stille.
Sie ist – die Quelle!
 
 
*
 
 
Die Stille-Quelle
ist die Wiege der Worte –
wie auch: ihr Ursprung.
 
 
*
 
 
Ihr entsprangen sie
und zu ihr kehren sie – schon
bald – wieder zurück!
 
 
 
IV
 
 
 
Laß ein bisschen Raum
zwischen all deinen Worten,
sage ich mir selbst.
 
 
*
 
 
Laß sie doch einfach
zur Ruhe kommen! – Laß sie
wirken: im Stillen.
 
 
*
 
 
Aber die Worte
sprudeln doch! spricht die Quelle.
Laß sie doch – sprudeln!
 
 
 
V
 
 
 
Draußen wird es hell.
Der Dunkelheit entspringt: Licht!
Der Stille: das Wort!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 
 
 

 
 
Hannah

5.10.2018

4 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

4 Antworten zu “Keine Worte mehr? / Aber die Worte –

  1. Eine STILLE, die sehr heilsam SEIN kann…….. gerade auch in der Dunkelheit der Nacht. ❤ lich Heidrun

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s