Morgens: die Liebe

an dich
 
 
I
 
 
Morgens: die Liebe
ins Reine schreiben! Dann erst
mit dir frühstücken!
 
 
*
 
 
Erst etwas schreiben!
Etwas in Worte fassen:
all meine Liebe!
 
 
*
 
 
Morgens: Gedichte
über die Liebe schreiben,
die Liebe – zu dir!
 
 
 
II
 
 
Manche glauben noch
an die Liebe – und du bist
einer von ihnen!
 
 
*
 
 
Manch eine glaubt noch
an die Liebe – und ich bin
eine von ihnen!
 
 
*
 
 
Wir erlauben uns,
an uns zu glauben! An wen
oder was denn sonst?
 
 
*
 
 
Glauben wir an Gott?
An gute Geister? Ich schon,
du nicht, mein Liebster!
 
 
*
 
 
Was aber, wenn Gott
nichts als die Liebe selbst ist?
Nichts – als die Liebe?
 
 
 
III
 
 
Manchmal weiß ich selbst
nicht, was ich glauben soll – doch
ich glaube – an dich!
 
 
*
 
 
Ich sehe dich an,
sehe über mich – hinweg –
und sehe: Liebe!
 
 
*
 
 
Wir sehen uns an –
und da ist nichts – als Liebe!
Daran glaube ich!
 
 
 
IV
 
 
Du gehst in den Wald
und kehrst zurück. Immer noch
schreibe ich, Liebster!
 
 
*
 
 
Du kennst mich, du weißt,
daß ich so lange schreibe –
bis ich nicht mehr kann!
 
 
*
 
 
Geduldig wartest du,
bis ich all meine Worte
ins Reine schreibe. –
 
 
*
 
 
Auch dafür liebe
ich dich: für deine Geduld –
und dein Verständnis!
 
 
*
 
 
Morgens: die Liebe
zu dir in Worte fassen. –
Dann erst: die Liebe!

 
 
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

19.9.2018

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