Spurlos verschwinden

 
 
Langweilig, sagst du.
Diese ganzen Gedichte
über die Natur!
 
 
*
 
 
Rauschende Bäume!
Das Gold des Abendhimmels!
Wozu das Ganze?
 
 
*
 
 
Wozu das Ganze?
Ich betrachte den Himmel.
Antwortet er mir?
 
 
*
 
 
Stille. Der Himmel
schweigt. Doch sieh nur: sein Leuchten!
Sieh: seine Farben!
 
 
*
 
 
Stille. Die Sonne
taucht den Himmel – in alle
Farben des Abends!
 
 
*
 
 
Transparent: das Blau,
das Raum läßt für die Farben
des Abendhimmels.
 
 
*
 
 
Raum auch für Fragen,
die keine Antwort kennen –
als die der Stille!
 
 
*
 
 
Goldene Wolken
ziehen übers Himmelblau –
ihre zarte Spur.
 
 
*
 
 
Spurlos verschwinden
die Wolken bald im Dunkel
der stillen Herbstnacht.
 
 
*
 
 
Spurlos verschwindet
auch meine leise Trauer. –
Die Hoffnung flammt auf!
 
 
*
 
 
Noch sind die Wolken
golden, und pfirsichfarben
der Abendhimmel!
 
 
*
 
 
Sanft wie die Farben
des abendlichen Himmels
erblüht: die Hoffnung!
 
 
*
 
 
Hoffnung auf Worte:
zart und sanft wie die Farben
des Abendhimmels!
 
 
*
 
 
Wortlos verschwinden
die Wolken. Die Trauer sinkt
ins Dunkel der Nacht.
 
 
*
 
 
Alles verschwindet.
Alles löst sich auf. Alles –
auch meine Trauer!
 
 
*
 
 
Ein letztes Leuchten!
Rosenfarbene Wolken
sinken – in die Nacht.

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

10.9.2018

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