Allein

 
 
Unsere Runde
hat sich aufgelöst. Du bist
nun im Krankenhaus.
 
 
*
 
 
Ihr seid in Deutschland.
Ich zähle Silben, allein.
Allein, am Fenster.
 
 
*
 
 
Wieder rauscht der Wind
durch die zerzausten Bäume.
Goldgrün tanzt das Licht.
 
 
*
 
 
Und das Licht verblaßt.
Das Licht des Sommers verliert
sein Leuchten, den Glanz.
 
 
*
 
 
Hier zu sitzen ist
mein Trost, doch nicht mehr mein Glück –
allein, am Fenster.
 
 
*
 
 
Und doch: ich schreibe.
Was sollte ich denn sonst tun?
Allein, am Fenster.
 
 
*
 
 
Mein Fenster zur Welt
ist immer nur und immer
noch mein Wort – für dich!
 
 
*
 
 
Zögernd, beklommen
finden sich nun die Worte ein. –
Du bist nicht allein!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

31.8.2018

3 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

3 Antworten zu “Allein

  1. Tragisch-schön erscheinen mir diese tiefen Verse, liebe Hannah.

    Gefällt 2 Personen

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