Die Worte aufspüren, anderswo

 
 
Im Schatten liegen. –
Geduldig warten, bis die
Worte eintrudeln.
 
 
*
 
 
Den Wind spüren,
während die Sonne wandert.
Sonne auf der Haut.
 
 
*
 
 
Wie eine Feder
streicht mir der Spätsommerwind
– sanft – über die Haut.
 
 
*
 
 
Die Sonne wärmt mich
wie die Worte, die langsam,
zögernd, eintreffen.
 
 
*
 
 
Worte verschieben
sich – wie die Sonne, die lang-
sam südwärts wandert.
 
 
*
 
 
Die Schatten weichen
der Sonne wie die Stille
dem Wort „Stille“ weicht.
 
 
*
 
 
Die Sonne spüren.
Den Wind spüren. Im Stillen
die Worte spüren.
 
 
*
 
 
Worte aufspüren,
ohne sie aufzuscheuchen.
Sie – still – empfangen.
 
 
*
 
 
Wollte ich denn nicht
zur Ruhe kommen? Oh doch!
Ich ruhe – im Wort.
 
 
*
 
 
Wollte ich denn nicht
verschwinden? – Ich verschwinde –
in meinen Worten!
 
 
*
 
 
Wollte ich denn nicht
anderswo sein? Wo aber
sollte ich sein?
 
 
*
 
 
Ich ruhe im Wort,
in der Sonne, im Wind – und
ich arbeite – doch!
 
 
*
 
 
Während die Sonne
im Zenit der Worte steht,
im Schatten liegen –

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

28.8.2018

2 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

2 Antworten zu “Die Worte aufspüren, anderswo

  1. sehr schön!!!…besonders aber das letzte….<3

    Gefällt 1 Person

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