Hier in den Bergen / Jenseits der Schwere

 
 
Hier in den Bergen
fühlt sich, was schwer schien, leicht an,
was groß war, winzig!
 
 
*
 
 
Hier in den Bergen
fühlt sich der Himmel weiter,
ja, schier endlos, an!
 
 
*
 
 
Ein seidiges Blau
mit einem Hauch Violett –
über den Bergen!
 
 
*
 
 
Schneebedeckt: der Berg,
leuchtend, hinter dem Grasgrün
saftiger Wiesen!
 
 
*
 
 
Mächtige Bäume
wurzeln in den Almwiesen
zwischen den Bergen.
 
 
*
 
 
Was schwer war, scheint leicht,
was trüb war, strahlend: im Licht
des Schnee-Gebirges!
 
 
*
 
 
Jenseits der Schwere
des turbulenten Alltags
öffnet sich – die Welt!
 
 
*
 
 
Du bringst den Kaffee
auf den hölzernen Balkon
des Klosterhofes.
 
 
*
 
 
Und ich schreibe dir
ein kleines Gedicht – ehe
wir wandern gehen!
 
 
*
 
 
Hier in den Bergen
kommen wir – Schritt für Schritt – an,
Liebster, du und ich!
 
 
*
 
 
Hier in den Bergen
– jenseits der Schwere – läßt es
sich freier atmen!
 
 
*
 
 
Beinahe schwere-
los atmen wir die Bergluft,
Liebster, du und ich!
 
 
*
 
 
Fast bin ich versucht
zu schreiben: hier leben wir
von Licht, Luft, Liebe!
 
 
*
 
 
Wie hört sich das an:
hier leben wir nur von Licht,
von Luft und Liebe?
 
 
*
 
 
Nun gut, es hört sich
ein wenig kitschig an, nicht
ganz realistisch!
 
 
*
 
 
Liebster, hier leben
wir: von Licht, Luft und Liebe –
und Speisen – und Wein!
 
 
*
 
 
Fürs erste trinke
ich meinen dritten Kaffee
und schreibe – weiter!
 
 
*
 
 
Doch dann beende
ich dieses Gedicht – aus Licht
und Luft – und Liebe!
 
 
*
 
 
Ich lade es hoch –
hoch oben, in den Bergen –
hier, im KLosterhof!
 
 
*
 
 
Du kannst es lesen,
bevor wir wandern gehen –
hier, in den Bergen!
 
 
*
 
 
Nun laß uns den Berg,
den verschneiten, besteigen –
Liebster, Schritt – für Schritt!
 
 
*
 
 
Dem Blau-Violett
des Himmels, dem Wolkenweiß
nähern wir uns – an!
 
 
*
 
 
Jenseits der Schwere
fallen die Schritte leichter:
hier, in den Bergen!
 
 
*
 
 
Und auch die Worte
fallen leichter, fallen leicht –
wie Schnee – hier oben!
 
 
*
 
 
Nun bricht die Sonne
durch das Wolkenweiß – ins Blau
des Gebirgs-Himmels!
 
 
*
 
 
Nun reiße ich mich
endlich von den Worten los –
und wir brechen auf!
 
 
*
 
 
Aufbruch: auch dieses
Wort gefällt mir gut! Es klingt
so schön – vieldeutig!
 
 
*
 
 
Aufbruch und Herzsprung –
aus diesen beiden Worten
entspringen: viele!
 
 
*
 
 
Auf Bruch und Herz Sprung
notiere ich mir, bevor
wir – endlich – gehen.
 
 
*
 
 
Liebster, nun brechen
wir auf – denn die Sonne brach
längst – durch die Wolken!
 
 
*
 
 
Wie geduldig du
auf mich gewartet hast – hier,
jenseits des Alltags!
 
 
*
 
 
Bevor wir gehen,
will ich dir noch danken: für
all deine Geduld!
 
 
*
 
 
Und nun geht es los –
wiesenwärts, schneewärts, bergwärts –
in Richtung Sonne!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
Hannah

9.1.2017

7 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

7 Antworten zu “Hier in den Bergen / Jenseits der Schwere

  1. Wundervoll. Ja so ist es, fühlt man es – dort in den Bergen.

    Gefällt 1 Person

  2. Ich liebe die Berge auch. Man fühlt sich so losgelöst, kann atmen, ist frei. Deshalb ist das Motto der Tauplitzalm auch mein Motto geworden: „Atme die Freiheit“.

    Gefällt 1 Person

  3. den Liebsten würde ich gerne mal sehen..

    Gefällt 1 Person

  4. … wie jetzt – klaro in den Bergen?
    Also ein Bild von meinem Liebsten, aufgenommen hier in den Bergen … ?

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