Rauhnachtmond / Zwischen Mond und Nacht / Und du bist der Mond!

 
I
 
 
Sanft verschneite Nacht
– und dieser leuchtende Mond –
zwischen den Zweigen!
 
 
*
 
 
Sanft, diese Rauhnacht,
die nichts Rauhes an sich hat!
Sanfter Wind – und Schnee.
 
 
*
 
 
Sanft: der Wind, der Schnee –
hier, im Licht des Mondes. Sanft:
die weiche Weite!
 
 
*
 
 
Milchiges Mondlicht
fällt durch die schwarzen Zweige –
hindurch – in den Schnee.
 
 
*
 
 
So sanft, diese Nacht,
so stimmig dieses Bild – aus
Mondlicht und Schnee!
 
 
*
 
 
Schwarz-weiß, dieses Bild –
und doch: kein harter Kontrast
zwischen Mond und Nacht!
 
 
 
II
 
 
Die Wolken ziehen
ihre Kreise um den Mond,
umschließen ihn – sanft.
 
 
*
 
 
Bald hüllen sie ihn
ein, bald geben sie ihn frei –
den Mond – und sein Licht!
 
 
*
 
 
Einen Augenblick
lang scheint es, als hätte es
ihn nie gegeben!
 
 
*
 
 
Da taucht er wieder
auf – inmitten der Wolken –
der leuchtende Mond!
 
 
*
 
 
Dieses Wechselspiel
– zwischen Mond und Nacht und Wind –
und Wolken – und Schnee!
 
 
 
III
 
 
Die sanfte Rauhnacht,
so fein schwarz-weiß gezeichnet
in den Schnee – der Zeit!
 
 
*
 
 
Die Wolken ziehen
Kreise um den Mittelpunkt
dieser Nacht: den Mond!
 
 
*
 
 
Ist in Wirklichkeit
der Mittelpunkt dieser Nacht
das Licht – des Mondes?
 
 
*
 
 
Die Nacht kennt keinen
Mittelpunkt! Die Nacht kreist nicht
um den Mond herum!
 
 
*
 
 
Mein Auge aber
sonnt sich und badet im Licht
des Rauhnachtmondes!
 
 
 
IV
 
 
Ich bade im Licht
des Rauhnachtmondes, bade
im sanften Mondschein.
 
 
*
 
 
Und du bist der Mond!
Und wir sind die Wolken, die dich
so sanft umhüllen!
 
 
*
 
 
Und du bist der Mond –
und wir die Sonnenstrahlen –
die dich beleuchten!
 
 
*
 
 
Und du bist der Mond,
dessen Licht diese Rauhnacht
gespenstisch erhellt!
 
 
*
 
 
Ja, du bist der Mond,
den die Wolken umhüllen –
mit ihrer Weichheit!
 
 
*
 
 
Der Mond, die Quelle
nächtlicher Inspiration –
bist heute – nur du!
 
 
 
V
 
 
Ein schmaler Spalt nur –
und der Himmel öffnet sich –
und schon erscheinst – du!
 
 
*
 
 
Ein schmaler Riß nur
in der Wolkendecke – da
erscheinst du auch schon!
 
 
*
 
 
Heller Rauhnachtmond!
Dein Glanz erleuchtet die Nacht,
erleuchtet: den Schnee!
 
 
*
 
 
Mit klammen Händen
nehme ich ein Mondlichtbad –
im eisigen Wind!
 
 
*
 
 
Hell: das Mondlicht. Schwarz:
die Zweige der Rotbuche.
Scharf: der Rauhnachtwind!
 
 
*
 
 
Kalt und dennoch sanft:
der Wind, die Wolken, der Schnee
– wie der Rauhnachtmond!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
Hannah

28./29.12.2017

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