Ich weiß: du liest mit!

 
 
Ich weiß: du liest mit!
Und ich habe das Gefühl,
ich schreibe: für dich!

*

Heute schreibe ich:
für dich. Ich schreibe über
meine Gefühle!

*

Es fühlt sich so an,
als müsste ich dir etwas
beweisen. Doch was?

*

Daß man auch mit mir
sprechen kann? Und worüber?
Über dich und mich?

*

Möchtest du mit mir
sprechen – dann triff mich – und sprich!
Worauf wartest du?

*

Ich nehme kein Blatt
vor den Mund – nicht sprechend –
und auch nicht: schreibend!

*

Es freut mich – und doch
irritiert es mich, daß du
– wie ich weiß – mitliest!

*

Lange haben wir
uns nicht gesehen! Viel Zeit
ging seither ins Land!

*

Was würde ich dir
sagen? Das weiß ich noch nicht!
Das kommt darauf an!

*

Das kommt darauf an,
wer du heute bist! Ich weiß
nicht mehr – wer du bist!

*

Wer bist du: heute?
Bist du jemand, der versteht –
und verstehen will?

*

Bist du jemand, der
sich die Mühe macht, Menschen
zu verstehen? Ja?

*

Nun, man kann alles
mögliche mißverstehen –
und falsch verstehen!

*

Bist du im Reinen
mit dir selbst? Geht es dir gut?
Kannst du ruhig schlafen?

*

Bist du im Reinen
mit deiner Vergangenheit –
und der Gegenwart?

*

Blickst du gelassen
in die Zukunft? Was träumst du?
Und: wovon träumst du?

*

Bist du im Reinen
mit den Menschen, die du triffst?
Mit deinen Freunden?

*

Bist du jemand, der
andere bewertet? Und
nach welchem Maßstab?

*

Bist du jemand, der
mit zweierlei Maß mißt? Dann
wären wir: entzweit!

*

Früher waren wir: zu zweit.
Lange ist es her. Später
ent-zweiten wir uns!

*

Wer bist du: heute?
Hast du dich verändert? Und:
in welcher Hinsicht?

*

Bist du jemand, dem
man wirklich vertrauen kann?
Und: könnte ich das?

*

Ich weiß nicht mehr, ob
ich dir vertrauen könnte.
Weshalb sollte ich?

*

Weshalb sollte ich
nicht? Weil du jemand bist, der
einfach – verschwindet?

*

Ich weiß nicht mehr viel
über dich! Einst glaubte ich,
dich gut zu kennen!

*

Doch ich irrte mich!
Heute bist du: ein Rätsel
für mich. Unlösbar?

*

Vage bleibt mein Bild
von dir. Vage, verschwommen,
unscharf, ungenau!

*

Mein drittes Auge
sah dich im Schlaf: Verschwinden!
Wieder und wieder!

*

Unendlich taurig
war ich: damals. Auch im Schlaf
weinte ich um dich!

*

Ich weinte lange
genug. Ich weine nicht mehr.
Nun geht es mir gut!

*

Möchte ich dich nun
sehen? Ich bin nicht sicher!
Es kommt darauf an!

*

Es kommt darauf an,
wer aus dir geworden ist –
in all dieser Zeit!

*

Ich weiß wenig – viel
zu wenig – über dich. Doch
gern wüsste ich – mehr!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hannah

11.3.2017

 

3 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

3 Antworten zu “Ich weiß: du liest mit!

  1. Warst du in meinem Kopf und Herzen? 😉

    Gefällt 1 Person

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