Monatsarchiv: Januar 2015

Wild

 
funkeln die Schneekristalle,
funkeln die Wassertropfen,

funkeln die Sterne!

Und ihr vielfarbiges Funkeln
spiegelt sich wieder

in meinen, in deinen,
in unseren

Augen!

Lebenslust
spiegelt sich wieder

in diesem Funkeln,
Lust

und Freude
an der Schöpfung,

am Schöpfen,
am Geschöpftwordensein!

Wild
funkeln die Schneekristalle,

funklen die Wassertropfen,
funkeln die Sterne,

und sie spiegeln
uns wieder:

unsere Wildheit,
unsere Lebenslust,

unsere Schaffenskraft!

Lass uns leuchten!
Lass uns funkeln!

Heute!
Morgen! Immer –

in Bewegung!

 
29.1.2015

Hannah

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Wort und Bild

für Ludwig

 

Du hältst dich
an einem Ort auf,

den ich niemals wieder
aufsuchen wollte –

keine zehn Pferde,
so schrieb ich,

bringen mich zurück
an diesen verlorenen Ort.

Du hältst dich
an einem Ort auf,

den ich nie wieder
aufsuchen wollte,

und führst mir
– aus der Ferne –

seine verborgene Schönheit
vor Augen:

Wassereissterne
und Baumeisspiegel,

Bucheckernfruchtbecher
– eisgekühlt –

deine Worte und Bilder,
verwirrend und klar,

zauberhaft
und gegenwärtig

wie der zugefrorene See,
schneebedeckt,

schön wie der Schnee,
und es fröstelt

mich nicht!
Eines Tages werde ich

zurückkehren
an diesen Ort,

und er wird
nicht länger

verloren sein
für mich,

dank dir.

 

28.1.2015

Hannah

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Wärme

Wärme will nicht bei sich bleiben,
ihr Wesen ist überschäumender Überschwang!
John O`Donohue

 
Sie bricht das Eis,
läßt den Schnee
schmelzen,

läßt ihn tropfen,
rinnen,
fliessen,

bringt ihn
zurück
in den Fluss

und in die Erde,
die ihn dankbar
aufnimmt!

Sehr sanft
breitet sie sich aus,
sehr weich,

bringt Entspannung,
Nähe
und Behaglichkeit –

Sie durchflutet uns
tagtäglich,
nachtnächtlich

aufs Neue,
fliesst durch
all unsere Adern,

und schon bald
wird sie uns
auch als Lufthauch

sehr viel sanfter
und beständiger
noch

umhüllen –
schon sehr bald,
wenn der Frühling

sie
wie immer

und immer schon

mit sich bringt

 
28.1.2015

Hannah

Quelle (Zitat): John O`Donohue, Die vier Elemente, S.139.

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Schneeschmelze

Einer der größten Wünsche jedes Menschen ist, gesehen zu werden.
Tief in uns brennt die Sehnsucht, uns so zu sehen – und so gesehen zu werden – wie wir wirklich sind. Dies ist das Wunder der Liebe und der Freundschaft.
John O`Donohue

 
Und spricht nicht auch
das ganze Universum:

Sieh mich an?

Sieh
diesen märchenhaften

Wintertag,
sieh all den Schnee,

sieh all das Licht!
Nur Schnee

und Licht,
so weit das Auge reicht!

Sieh zu,
wie der Schnee

das Licht
reflektiert,

bevor es ihn
zum Schmelzen bringt!

Die Verwandlung
findet statt

in diesem
und in jedem Augenblick:

Lichttropfen
fallen

von den Bäumen,
funkelnd

und reflektierend
auch sie, noch im Fallen

aufleuchtend,
heller

denn je –
Sieh mich an!

Höre ich das Universum
flüstern,

und reflektiere mich!
Mein Strahlen,

mein Leuchten,
mein Schmelzen,

mein Fallen –
Fang mich auf

und wirf mich zurück,
tausendfach

gespiegelt

in einem einzigen
Tropfen

aus

Licht!

 
28.1.2015

Hannah

Quelle (Zitat): John O`Donohue: Die vier Elemente, S. 104.

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Infinity

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
Nietzsche

 
Ist es nicht erstaunlich,
wie viele

verschiedende
Blautöne

es gibt
und wieviel Licht?

Ist es nicht erstaunlich,
dass es Töne gibt,

Schallwellen,
Musik?

Und dass man sprechen
und singen

und hören kann
und schreiben –

und lesen –
von Geist

zu Geist?
Ist es nicht erstaunlich,

dass die Dinge,
dass die Gegensätze,

dass wir Menschen
schmelzen können,

miteinander
verschmelzen

in der Wärme,
in der Hitze,

in der Helligkeit
von Ton

und Wort

und Licht?

 
27.1.2015

Hannah

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